"Wie Frieden gelingen kann"

Von Christiane Husmann (Kirchenzeitung im Bistum Aachen / 04.10.2009)

Pax Christi und praktische Projekte für den Unterricht - Beispiel: Schulalltag in Mazedonien

Der internationale Tag des Friedens der Vereinten Natio­nen (UN) wurde am 21. Sep­tember weltweit gefeiert. Grund genug für
die Stiftung "Frieden lernen - Frieden schaffen" auch in Aachen mit einer Veranstaltung darauf aufmerksam zu machen. Frieden sei von Afghanistan bis München ein wichtiges Thema, begrüßte Heinz Lied­gens, Vorsitzender der Stiftung und Mitarbeiter des diözesa­nen Caritasverbandes im Bis­tums Aachen, seine Gäste. Die Stiftung hatte in den gelben Salon der Firma Deubner ein­geladen, um über ihr Engage­ment zum Thema Frieden zu berichten. In einem Podiumsgespräch mit dem Aachener Journalis­ten Joachim Zinsen stellten sich dazu Projektmitarbeiter vor, deren Projekte von der Stiftung mit Fördergeldern un­terstützt werden. Johanna Müller, Lehrerin an der Ge­samtschule Eschweiler, berich­tete beispielsweise von einem "Anti-Agressivitäts- Training" für Schüler der Klassen neun und zehn, das von der Stiftung gefördert wird.

Stiftung Frieden lernen - Frieden schaffen stellt Arbeit vor

Von Peter Motz (AZ / 22.09.2009)

Aachen. Als Kind musste sie im Saarland mit ansehen, wie Nationalsozialisten französische Nachbardörfer in Brand setzten, musste wenig später in Bombenkellern um ihr Leben bangen. «Das ist der Grund, warum ich mich heute aktiv für Friedensarbeit einsetze», sagt Marianne Levacher. Vor sieben Jahren hat sie in Aachen die Stiftung Frieden lernen -Frieden schaffen gegründet. Am UN-Weltfriedenstag stellte die Initiative ihre Arbeit rund 60 Zuschauern im «Gelben Salon» der gesellschaftlich engagierten Firma Deubner vor. Die Stiftungsvorsitz hat seit diesem Jahr Heinz Liedgens aus dem hiesigen Caritasverband inne. «Haben Sie schon einmal jemanden für Krieg sammeln gesehen?», fragte er rhetorisch. «Aber für den Frieden ist es selbstverständlich, zu betteln.»

„Für Frieden muss man betteln gehen“

Von Amien Idries (AN / 23.09.2009)

Aachen. Die Quintessenz des Abends vorneweg: Frieden braucht Geld und professionelles Engagement. Oder in den Worten von Heinz Wagner vom Forum Zi­viler Friedensdienst (ZFD): "So wie man Soldaten das Kriegführen bei­bringen kann, kann man auch Friedensfachkräfte ausbilden, die am Frieden arbeiten."

Die Ausbildung und der Einsatz solcher Profis koste aber Geld. Eine Erkenntnis, die sich noch nicht bis in politische Kreise he­rumgesprochen habe, weil der Friedensbewegung ein Freiwilli­gen-Image anhafte. "Krieg wird problemlos finanziert, und für Frieden muss man betteln gehen."

Auch um diesem chronischen Geldmangel entgegenzuwirken, hat Marianne Levacher 2002 die Stiftung Frieden lernen – Frieden schaffen gegründet

„Wo Menschen an den Rand gedrängt werden, wächst die Gewalt“

Von Joachim Zinsen (AN / 19.09.2009)

Der Sozialwissenschaftler und Friedensforscher Dieter Senghaas über Jugendgewalt, wie diese entsteht und was dagegen getan werden kann.

Aachen/Bremen. Wie entsteht Ju­gendgewalt, ist die Gewaltbereit­schaft gestiegen und was kann da­gegen getan werden? Professor Dieter Senghaas ist sich sicher: Schärfere Strafandrohungen brin­gen nichts. Der renommierte Sozi­alwissenschaftler und Friedensfor­scher (Universität Bremen) zeigt Alternativen auf.

Nach dem tödlichen Überfall in der Münchener S-Bahn und dem Amoklauf von Ansbach wird in Deutschland wieder über Jugend­gewalt diskutiert. Ist dieses Pro­blem in den vergangenen Jahren wirklich größer geworden?

Impression der Informations- und Kulturveranstaltung vom 21.09.2009

Von Bilder (21.09.2009)

Das Auditorium (Bild 1)


Die Begrüßung durch den 1. Vorstandsvorsitzenden Heinz Liedgens (Bild 2)


Grußwort Frau Deubner (Bild 3)


Die Schirme Joachim Zinsen und Heribert Leuchter (Bild 4)


Die Talkrunde (Bild 5)


Talk & Jazz (Bild 6)


Sigrid Zeevaert (Bild 7)


Heribert Leuchter am Saxophon (Bild 8)