Pax Christi und praktische Projekte für den Unterricht - Beispiel: Schulalltag in Mazedonien
Der internationale Tag des Friedens der Vereinten Nationen (UN) wurde am 21. September weltweit gefeiert. Grund genug für
die Stiftung "Frieden lernen - Frieden schaffen" auch in Aachen mit einer Veranstaltung darauf aufmerksam zu machen. Frieden sei von Afghanistan bis München ein wichtiges Thema, begrüßte Heinz Liedgens, Vorsitzender der Stiftung und Mitarbeiter des diözesanen Caritasverbandes im Bistums Aachen, seine Gäste. Die Stiftung hatte in den gelben Salon der Firma Deubner eingeladen, um über ihr Engagement zum Thema Frieden zu berichten. In einem Podiumsgespräch mit dem Aachener Journalisten Joachim Zinsen stellten sich dazu Projektmitarbeiter vor, deren Projekte von der Stiftung mit Fördergeldern unterstützt werden. Johanna Müller, Lehrerin an der Gesamtschule Eschweiler, berichtete beispielsweise von einem "Anti-Agressivitäts- Training" für Schüler der Klassen neun und zehn, das von der Stiftung gefördert wird.
Aachen. Als Kind musste sie im Saarland mit ansehen, wie Nationalsozialisten französische Nachbardörfer in Brand setzten, musste wenig später in Bombenkellern um ihr Leben bangen. «Das ist der Grund, warum ich mich heute aktiv für Friedensarbeit einsetze», sagt Marianne Levacher. Vor sieben Jahren hat sie in Aachen die Stiftung Frieden lernen -Frieden schaffen gegründet. Am UN-Weltfriedenstag stellte die Initiative ihre Arbeit rund 60 Zuschauern im «Gelben Salon» der gesellschaftlich engagierten Firma Deubner vor. Die Stiftungsvorsitz hat seit diesem Jahr Heinz Liedgens aus dem hiesigen Caritasverband inne. «Haben Sie schon einmal jemanden für Krieg sammeln gesehen?», fragte er rhetorisch. «Aber für den Frieden ist es selbstverständlich, zu betteln.»
Aachen. Die Quintessenz des Abends vorneweg: Frieden braucht Geld und professionelles Engagement. Oder in den Worten von Heinz Wagner vom Forum Ziviler Friedensdienst (ZFD): "So wie man Soldaten das Kriegführen beibringen kann, kann man auch Friedensfachkräfte ausbilden, die am Frieden arbeiten."
Die Ausbildung und der Einsatz solcher Profis koste aber Geld. Eine Erkenntnis, die sich noch nicht bis in politische Kreise herumgesprochen habe, weil der Friedensbewegung ein Freiwilligen-Image anhafte. "Krieg wird problemlos finanziert, und für Frieden muss man betteln gehen."
Auch um diesem chronischen Geldmangel entgegenzuwirken, hat Marianne Levacher 2002 die Stiftung Frieden lernen – Frieden schaffen gegründet
Der Sozialwissenschaftler und Friedensforscher Dieter Senghaas über Jugendgewalt, wie diese entsteht und was dagegen getan werden kann.
Aachen/Bremen. Wie entsteht Jugendgewalt, ist die Gewaltbereitschaft gestiegen und was kann dagegen getan werden? Professor Dieter Senghaas ist sich sicher: Schärfere Strafandrohungen bringen nichts. Der renommierte Sozialwissenschaftler und Friedensforscher (Universität Bremen) zeigt Alternativen auf.
Nach dem tödlichen Überfall in der Münchener S-Bahn und dem Amoklauf von Ansbach wird in Deutschland wieder über Jugendgewalt diskutiert. Ist dieses Problem in den vergangenen Jahren wirklich größer geworden?
Das Auditorium (Bild 1)
.jpg)
Die Begrüßung durch den 1. Vorstandsvorsitzenden Heinz Liedgens (Bild 2)
Grußwort Frau Deubner (Bild 3)
Die Schirme Joachim Zinsen und Heribert Leuchter (Bild 4)
Die Talkrunde (Bild 5)
Talk & Jazz (Bild 6)
Sigrid Zeevaert (Bild 7)
Heribert Leuchter am Saxophon (Bild 8)